Gegen das Vergessen …

 

1 stolpersteinlegung c martin huber 5249  1 stolpersteinlegung c martin huber 6406 2  Fotos u Text Martin Huber

Stolpersteinlegung im Gedenken an „Die vergessene Prinzessin“ Prinzessin Maria Karoline von Sachsen Coburg und Gotha

Im Rathauspark Schladming fand kürzlich die Stolpersteinlegung für Prinzessin Maria Karoline von Sachsen Coburg und Gotha statt - einer der ersten im Bezirk. So wird symbolisch stark - so dass wirklich jeder darüber stolpert - an das Schicksal der Men¬schen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.

Im Beisein der Nachkommen der Prinzessin - Felicitas Trotzky, Prinzessin Sachsen-Coburg und Gotha und ihrem Gatten Dr. Sergej Trotzky - legte Katja Demnig - die Leiterin des Gedenkprojekt Stolpersteine - den golden glänzenden Stein direkt vor die Eingangstür des Rathauses. Dort verbrachte Maria Karoline 30 Jahre ihres Lebens. Dieses wurde im Rahmen eines Schulprojektes hervorragend recherchiert und von drei Schülerinnen mit Unterstützung von Monika Faes auf’s Papier gebracht. (siehe beiliegende Heimatliche Blätter)

Ein sehr bewegender Akt, dem neben Bgm. Hermann Trinker, Vertreter aus dem Gemeinderat auch Mag. Daniela Grabe - die Vorsitzende des Vereins Gedenkkultur, die Pfarrherren, Bgm. Ernst Fischbacher und viele Persönlichkeiten bewohnten, die mit Ihrem Kommen diesem Akt Ehre erwiesen.

Im Anschluss an die Stolpersteinlegung wurde im Klang-Film-Theater dieses Thema fortgeführt. Günter Fuhrmann stellte in einem Vortrag die "Familie Coburg zwischen Monarchie und 3. Reich" in den Mittelpunkt. Dort hatten die Besucher im Anschluss an den Vortrag die Möglichkeit, Günter Fuhrmanns Buch "Haus der Könige" zu erwerben und auch gleich persönlich signieren zu lassen.

Auch die Kinoabende im Klang-Film-Theater widmeten sich diesem Thema „Marko Feingold. Ein jüdisches Leben.“ Liefen als Film und Dialog-Veranstaltung, weil die Witwe Marko Feingolds - Hanna Feingold, Präs. der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg und Witwe von Marko Feingold - und der Regisseur des Films Florian Weigensamer, selbst vor Ort und für Fragen und bereit waren.

Es ist gut, wenn man über dieses Thema regelmäßig stolpert - es darf sich nie wiederholen!